Scriptores historiae augustae werden sechs spätere röm. Geschichtschreiber genannt, welche eine Reihe von Biographien der röm. Kaiser von Hadrian bis zu Carus und dessen Söhnen Numerianus und Carinus oder vom Anfang des 2. Jahrh. bis gegen das Ende des 3. Jahrh. (117284 n. Chr.) verfaßten und gewissermaßen eine Fortsetzung des Suetonius darstellen. Die einzelnen Verfasser sind Alius Spartianus, Vulcatius Gallicanus, Trebellius Pollio, die unter Dioeletian Ende des 3. und Anfang des 4. Jahrh., Flavius Vopiscus aus Syrakus, Alius Lampridius und Julius Capitolinus, welche unter Constantius und Konstantin d. Gr. im ersten Drittel des 4. Jahrh. schrieben. Obgleich diese Sammlung nicht ganz vollständig auf uns gekommen ist und auch ihrem Inhalt nach mehr das Gepräge einer bloßen, zum Teil außerordentlich mangelhaften Kompilation als eigener Forschung und Kritik an sich trägt, so ist sie doch bei dem sonstigen Mangel an Quellen für die Geschichte jener Zeit nicht ohne Bedeutung. Neuere Ausgaben besorgten Jordan und Eyssenhardt (2 Bde., Berl. 1864) und Peter (2 Bde., Lpz. 1865).