Seespinnen (Pycnogonidae oder Pantopoda!, auch Asselspinnen, nennt man eine der merkwürdigsten Familien der Spinnentiere (s. d.), die, wie früher allgemein, so auch jetzt noch von einigen wenigen Forschern zu den Krustentieren gerechnet werden. Bei den S. ist der Hinterleib verkümmert, das Kopfbruststück vierringelig, die Freßwerkzeuge sind zu einer Art Saugrohr umgestaltet, die Beine sind vielgliederig und bergen in sich schlauchförmige, lange Anhangstaschen des sehr engen Magens, so- wie auch in ihrem obern Abschnitte die Geschlechtsorgane. Atmungswerkzeuge scheinen den Tieren zu fehlen. Die S. leben, sich langsam bewegend, im Meere, meist in der Nähe der Küsten unter Steinen, zwischen Tang, gelegentlich wohl auch an andere Tiere festgeklammert; meist sind sie unscheinbar und klein, jedoch hat man neuerdings einige ansehnlichere Formen des tiefern arktischen und antarktischen Meeres kennen gelernt.