FeedSegre (im Altertum Sicoris)
ErdkundeBrockhaus 1882

Segre (im Altertum Sicoris), linksseitiger Nebenfluß des untern Ebro in Spanien, überwiegend in der Provinz Lérida Cataloniens, entspringt in den Pyrenäen am Nordabhange des Puigmal, durchströmt zunächst die Cerdaßa, wobei er das franz. Depart. Pyrénées-Orientales und die span. Provinzen Gerona und Lerida berührt, empfängt auf seiner rechten Seite seine bedeutendern Zuflüsse Balira (bei Seo de Urgel, aus Andorra), Noguera Pallaresa (gegenüber Camarasa), Noguera Ribagorzana (größtenteils Grenze zwischen den span. Provinzen Huesca in Aragonien und Lérida) und Cinca (bei La Granja de Escarp), links die unbedeutendern Llobregos (bei Pons), Sibd (oberhalb Balaguer) und Cervera (oberhalb Lérida), und mündet nach einem vorwiegend südwestlich gerichteten Laufe von über 210 kmbei Mequinenza. Von Lerida ab ist der S. für flache Fahrzeuge schiffbar. Links von seinem untern Laufe dehnen sich die Llanos de Urgel aus, welche in einem Halbkreise vom Canal de Urgel durchschnitten werden, der den S. oberhalb Artesa verläßt und bei Törres de Segre wieder in denselben Fluß einmündet, nachdem er vorher in die Richtung auf Balaguer zwei Seitenarme zum S. gesendet hat. Durch den S. und seine Nebenflüsse werden dem Ebro sämtliche auf dem Südabhange der Pyrenäen zwischen dem Pic de Vignemale westlich und dem Col de la Perche östlich entspringenden Gewässer zugeführt. Die Ufer des S. bei Lerida (Ilerda) waren im Juni und Juli 49 v. Chr. der Schauplatz der Kämpfe Cäsars gegen Pompejus' Legaten Afranius und Petresus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 660Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 7

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6