Segura, im Altertum Tader, in maurischer Zeit Nahr-el-Abiad, Fluß im südostl. Spanien, entspringt in seinem nördl. Quellfluß auf dem Ostabhang der Sierra de Segura im östlichsten Teil der Provinz Jaen, in seinem längern und wasserreichern südl. Queilfluß am Nordabhang der bewaldeten Sierra Seca in der Nordostecke der Provinz. Granada; beide vereinigen sich im SW. der Provinz Albacete unfern des Ortes La Graya. Die S. durchfließt nun die öden Heiden der Despoblados de Murcia in östl. Richtung, nimmt bei Minas links den von der Sierra de Alcaräz herabkommenden wasserreichen Mundo, in der Provinz Murcia kurz nacheinander Caravaca und Quipar auf, durchbricht unterhalb der Einmündung des Juãâ bei Cieza die dicht herantretenden Gebirge und durchströmt nun in füdöstl. Richtung eine wohl angebaute und sehr volkreiche schmale fruchtbare Thalebene, bei Alcantarilla wendet die S. sich wieder östlich, tritt in die üppige Huerta de Murcia ein, durchfließt die Stadt Murcia, nimmt darauf rechts ihren längsten Nebenfluß, die von der Sierra de Maria herabkommende Sangonera, auf, erreicht oberhalb Orihuela die Provinz Alicante und die prächtige Huerta de Orihuela und mündet nach einem Laufe von 240 km unterhalb Guardamar in das Mittelländische Meer. Die Mündung der S. ist selbst Seeschiffen zugänglich, doch ist der übrige Unterlauf kaum für kleine Kähne fahrbar, da in den Huertas zahlreiche Bewässerungskanäle aus dem Fluß geweist werden. Das Stromgebiet der S. hat einen Flächeninhalt von 16000 A4˙km. Die bevölkerten Und fruchtbaren Ebenen der untern S. sind 1651, 1733, 1826 und im Juni 1877 von verheerenden überschwemmungen heimgesucht worden.