Selbstzersetzung, freiwillige Zersetzung, nannte man, namentlich früher, in der Chemie solche Veränderungen von chem. Verbindungen, die ohne äußeres Zuthun erfolgen. Durch neuere Forschungen ist für die meisten S. das Ursächliche teils auf Licht- und Wärmewirkungen, teils auf Erschütterungen, die z. B. schon durch Fortpflanzung des Schalls eintreten können, teils, so in Lösungen organischer Substanzen, auf Fermentationsvorgänge zurückgeführt worden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 680Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei