FeedSense
TechnikBrockhaus 1882

Sense ist ein landwirtschaftliches Handgerät zum Abmähen des Grases, der Futterkräuter und des Getreides. (Abbildungen s. auf Tafel: Landwirtschaftliche Geräte und Maschinen I1, Fig. 23 und 24.) Die S. besteht aus dem stählernen Blatt und dem hölzernen, mit Handhaben versehenen Wurf. Bei der Arbeit damit treten die Kräfte des Schwungs (Perpendikels) und des Schneidekeils in Wirkung. Das Schärfen der Blattschneide geschieht in Mitteleuropa durch das Tängeln, auch Dengeln, welches mittels Hammer und kleinem Amboß eine Randverdünnung des weichen Stahlblechs erzeugt, deren Rauheiten mit dem Wetzstein, den der Arbeiter in einem mit Wasser versehenen Schlockenfäßchen umgegürtet trägt, abgewetzt werden; in Nordamerika, auch in England, werden die Sensenblätter nur auf Schleifsteinen geschliffen. Man unterscheidet Gras- und Getreidesensen, letztere sind öfters mit dem Reff, einem leichten Gestell zum Zusammenhalten der Halme, versehen. Jedes Land hat seine eigene Form der S., deren Blatt in besondern Sensenschmieden (die berühmtesten in Steiermark und Oberösterreich) aus bestem Stahl angefertigt wird. Neuerdings wird die S. allmählich in der Ebene, besonders im großen Betriebe, durch die Mähmaschinen verdrängt. (Vgl. auch Sichel.) Die Sense gilt als Attribut des Todes (daher dieser auch Sensenmann genannt wird) und des Saturn.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 703Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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