Magnetoelektricität bezeichnet die unter dem Einflusse eines bewegten oder in seiner Stärke sich verändernden Magnets in einem Leiter erregten elektrischen Ströme; man nennt diesen von Faraday (1831) zuerst angegebenen Vorgang auch Magnetinduktion. (S. Induktion.) Auf derselben beruhen die magnetoelektrischen Maschinen. Das Wesen derselben besteht aus einem sehr kräftigen Hufeisenmagnet, an dessen Polen zwei oder mehrere mit weichen Eisenkernen gefüllte Induktionsspulen durch Rotationsmaschinen rasch vorbeigeführt werden. Die letztern können durch Hand⸗, Wasser⸗, Dampf⸗ oder Gasbetrieb bewegt werden. Die in den Induktionsspulen von den ungleichen Magnetpolen erregten elektrischen Ströme entgegengesetzter Richtung lassen sich durcheinen automatischen Stromwender oder Gyrotrop (s. d.) auf einerlei Richtung bringen. Aus den von Pixii (1832) erfundenen und später von andern vielfach verbesserten und sehr verschieden konstruierten magnetoelektrischen Maschinen haben sich später (seit 1867) die dynamoelektrischen Maschinen (s. d.) entwickelt. ——½ letztere als die magnetoelektrischen Maschinen überhaupt bilden eine der Hauptquellen der elektrischen Ströme der heutigen Elektrotechnik.