Sichelburg, altes verfallenes Bergschloß in der ehemaligen kroat. Militärgrenze (Bezirk Szluin); hier fanden um 1535 die ersten Ansiedelungen der aus Serbien vor den Türken geflüchteten serb. und kroat. Familien (Uskoken genannt) statt, welche den Kern des nachherigen Militärgrenz-Instituts bildeten. Das Gebiet von Sichelburg (die sichelburger Oberhauptmannschaft) gehört eigentlich zu Krain, wie dies eine kaiserl. Instruktion vom 27. Mai 1665 ausdrücklich hervorhebt. Vgl. Schwicker, Geschichte der österr. Militärgrenzey (Wien u. Teschen 1883).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 771Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei