Silawald heißt die bergige, waldreiche Landstrecke zwischen Cosenza und Nicastro in Calabrien, eine der fruchtbarsten Gegenden Calabriens, aus welcher die Römer Schiffbauholz holten. Das granitische Silagebirge, finster, wald⸗ und regenreich, liegt um die Quellen des Crati; es umschließt mit seinen ein halbes Jahr mit Schnee bedeckten Gipfeln, deren höchster 1880m mißt, Cosenza auf einer Seite. Oberhalb reicher Viehweiden gedeihen Eichen, Kastanien und Buchen, höher hinauf Tannen; der Wald hat Wild, die Bäche der Triften sind reich an Fischen. Die ansehnlichste Ortschaft im Thale ist San-Giovanni in Fiore, am Neto, der durch eine enge Schlucht heraustritt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 819Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei