Sirenen (Sirenia) ist der Name einer von Vegetabilien, Tang, Seegras u. s. w. sich ernährenden Unterordnung der Waltiere (s. d.), charakterisiert dadurch, daß der Kopf mittels eines gesonderten Halses dem Rumpfe aufsitzt, die Nasenlöcher an der Schnauzenspitze sich befinden, die wulstigen Lippen mit Borsten versehen sind, das Gebiß aus verschiedenartigen Zähnen besteht und die Zitzen des Weibchens brustständig sind. Zu den S. gehören nur die Lamantin (s. d.) mit dem südamerikanischen Manatus americanus (Tafel: Seesäugetiere, Fig. 6), der Dugong (s. d., Halicore cetacea, dessen männlicher Schädel Fig. 7 abgebildet ist) und das ausgestorbene Borkentier (s. d.). Sirénen oder Nebelhörner sind große Hörner von 3 m Länge und (am äußern Ende) 60 em Weite, mit welchen, durch stark komprimierte Luft oder einen Dampfstrahl geblasen, von gefährlichen Küstenpunkten aus den Schiffen oder von diesen untereinander Signale gegeben werden. (S. Seezeichen und Signal.)