FeedSoja
PflanzenreichBrockhaus 1882

Soja, Name einer zu den bohnenartigen Schmetterlingsblütlern (Phaseoleae) gehörenden Pflanzengattung aus Ostasien, welche sich von der ihr zunächst stehenden Gattung Phaseolus durch den fünfteiligen (nicht glockenförmigen) Kelch, das samt den Staubfäden gerade (nicht spiralig gedrehte) Schisschen und den Mangel der Ringscheide am Stiele des Fruchtknotens unterscheidet. Die bekannteste Art ist S. hispida Mönch, eine einjährige aufrechte, über und über braungelb behaarte Staude mit violetten Blüten, welche in Ostindien, China und Japan wild wächst und dort zugleich als Hülsenfrucht und Futterpflanze im großen angebaut wird. Aus den nierenförmigen, eßbaren, bohnenartigen Samen, welche in Japan die tägliche Speise der ärmern Volksklassen bilden, wird dort eine braune, dickliche, angenehm salzig schmeckende, sehr pikante Sauce bereitet, die man allen Speisen zusetzt und welche in hermetisch verschlossenen Gläsern auch nach Europa gebracht und hier als verdauungsbefördernde Zuthat zum Rindfleisch gegessen wird. Die Sojabohne, welche auch Iowo Uenthält, wurde zu Ende der siebziger Jahre owohl als Olgewächs, wie auch als Nährpflanze in Deutschland und Österreich versuchsweise angebaut, hat jedoch den Erwartungen nicht entsprochen. Vgl. Wein, Die Sojabohney (Berl. 1881).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 903Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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