Sokal, Stadt im nördl. Galizien, in flacher Gegend am Bug, Station der Linie Jaroslau-S. der Karl-Ludwigsbahn, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, zählt 6725 E. (1881), wovon der dritte Teil der polnischen, zwei Dritteile der ruthenischen Nationalität angehören und neben den städtischen Gewerben meist Landwirtschaft betreiben. S. gehört zu den ältern Städten des Landes, war in früherer Zeit durch Handel bedeutend, kam jedoch durch häufige Einfälle der Tataren herab. Ihr Stadtrecht leitet sie vom J. 1424 und dem masovischen Fürsten Semowit her. Unter ihren Gebäuden sind ein altes Schloß und ein Bernhardinerkloster mit einer Wallfahrtskirche zu verzeichnen. Im J. 1755 wurde von den zahlreich dort ansässigen Israeliten eine Buchdruckerei errichtet.