Solbäder nennt man die Bäder, welche in den natürlichen Kochsalz⸗ (oder Sol⸗) Quellen genommen werden. Ihre reizende und belebende Einwirkung auf die Haut und namentlich auf das Drüsensystem macht sie zu einem Hauptmittel bei skrofulösen und Unterleibsleiden, Gicht, Rheumatismen, Geneigtheit zu Katarrhen u. s. w. Als wesentliches Hilfsmittel einer solchen Kur wird auch das Atmen der mit Salzteilen erfüllten sog. Gradierluft in der Nähe der Salzwerke betrachtet. (S. Inhalation.) Der Nutzen der S. ist besonders in neuerer Zeit anerkannt worden. Als Kuranstalten sind berühmt Elmen, Wittekind, Sulza, Arnstadt, Salzungen, Frankenhausen, Kösen, Hall, Ischl, Reichenhall, Kissingen, Harzburg, Suderode, Oeynhausen bei Rehme, Kreuznach, Nauheim Dürkheim u. s. w. Neuerdings versendet man auch die eingedampften Salze der Mutterlaugen, z. B. von Kreuznach, Kösen, um damit künstliche Solbäder herzurichten.