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ErdkundeBrockhaus 1882

Somosierra, span. Dorf in Alteastilien, 112 km nördlich von Madrid, an der Nordbahn und der Straße nach Burgos gelegen, von wo aus die Straße durch den Paß von S. über das Guadaramagebirge führt, ist durch das Gefecht am 30. Nov. 1808 denkwürdig geworden. 14000 Spanier hatten unter Don Benito San-Juan den Paß von S. besetzt und verschanzt. Kaiser Napoleon I. rückte von Norden her nach den Schlachten bei Tudela und 95 30 heran mit 26 000 Mann Fußvolk und 9000 Mann Reiterei. Die franz. Infanterie drang nur langsam auf den steilen Hängen vorwärts, da führte die Leibwache des Kaisers, eine Schwadron poln. Ulanen, auf der Straße selbst eine glänzende Attacke und nahm, gefolgt vom Reste des Regiments, rasch vier übereinander angelegte Batterien, deren Feuer die Abhänge wirksam bestrich. Dies entschied den Kampf. Die Spanier, durchweg frisch ausgehobene Truppen, zerstreuten sich und konnten erst bei Talavera am Tajo wieder gesammelt werden. Dem franz. Heere stand die Straße nach Madrid offen. Vgl. Beiheft zum Militär. Wochenblatto (Berl. 1853).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 923Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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