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GeschichteBrockhaus 1882

Somogyi, ungar. Adelsgeschlecht szklerischen Ursprungs, das seit dem Ende des 18. Jahrh. in den Grafenstand erhoben wurde. Außerdem gibt es noch andere adelige Familien dieses Namens, so die S. von Gyöngyds, von Perlaki, von Mohäcs, von Hollos, von Erdödy u. a. Hervorzuheben sind der Schriftsteller Alexander S., der ungar. Übersetzer von Karoline Pichler; dessen Sohn Karl (geb. 1. April 1811), der als Theolog und Gründer der öffentlichen Bibliothek in Szegedin sich einen Namen errungen hat; der Missionar Alois S. (1816— 65). Der erste Graf S. starb im J. 1809. Stephan S. von Erdödy, geb. 1717 zu Debreczin in Ungarn, trat 1741 in preuß. Militärdienste, stand im Rueschschen, 1750 als Rittmeister im Zietenschen Husarenregimente, wurde im April 1758 Major und 1763 Kommandeur des Möhringschen Husarenregiments, 1767 Oberstlieutenant und im Mai 1773 Oberst und Chef des Regiments. Er nahm an allen Kriegen Friedrichs d. Gr. rühmlichst teil, vermählte sich mit einer Gräfin Königsegg, erwarb in Oberschlesien beträchtlichen Grundbesitz und starb 30. Dez. 1777 zu Pitschen in Oberschlesien. Stephan S. von Erdödy, geb. 1760, Sohn des vorigen, trat als Kornett in das Husarenregiment seines Vaters, avancierte bei demselben bis zum Oberstlieutenant, wurde 1813 Regimentskommandeur und Oberst und nahm rühmlichst an den Freiheitskriegen teil. Im J. 1818 wurde er Generalmasor und Festungskommandeur und starb 1821. Dessen Sohn Stephan S. von Erdödy, geb. 1795, gest. 1865, war bekannt als namhafter Land⸗ und Forstmann in Oberschlesien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 923Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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