Sonnenberg (Franz Ant. Jos. Ign. Maria, Freiherr von), deutscher Dichter, geb. zu Münster in Westfalen 5. Sept. 1779, entwarf bereits auf dem Gymnasium zu Münster nach Klopstocks Messiaso den ersten Plan zu einem Epos »Das Weltender (Bd. 1, Wien 1801), das alle Fehler eines regellosen gigantischen Umrisses, einer meist schwülstigen, unnatürlichen Diktion und einer wilden Phantasie vereinigt. Er studierte die Rechte, machte in seinem 19. Jahre eine Reise durch Deutschland, die Schweiz und Frankreich und lebte später zurückgezogen in Drakendorf bei Jena und in Jena. Hier arbeitete er an einem zweiten Epos, Donatoav, einem Gemälde des Untergangs der Welt. Er nahm sich im Wahnsinn das Leben 22. Nov. 1805, indem er sich zu Jena aus dem Fenster stürzte. Gruber gab »Donatoav mit der Lebensbeschreibung S.s (2 Tle. in 2 Bdchn., Halle 1806— 7) und (Gedichtes (Rudolst. 1808) heraus.