FeedSparmarken sind ein Hilfsmittel
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Sparmarken sind ein Hilfsmittel, um die Ersparung auch der kleinsten Beträge und die Ansammlung derselben zu der von den Sparkassen (s. d.) geforderten Minimalgröße der Einlage zu erleichtern. Sie werden in Deutschland von vielen Pfennigsparkassen sei es in gleicher Höhe (in der Regel zu 10 Pfennig) oder in mehrern Wertstufen ausgegeben, sind entweder in Sparbücher oder auf sog. Sparkarten aufgeklebt, welche letztere, wenn die vorgezeichneten Stellen ausgefüllt sind, gegen Quittung über den Gesamtbetrag eingeliefert werden. Der Markenverkauf wird in den Städten meist in einer Anzahl von Ladengeschäften vermittelt, während die Annahme der vollbeklebten Karten meistens nur an wenigen Stellen oder nur bei der Hauptsparkasse erfolgt. Bei den engl. Postsparkassen, welche dieses Verfahren zuerst eingeführt haben, werden die gewöhnlichen Penny-Freimarken als S. benutzt und jede mit zwölf Marken beklebte Karte wird als Einlage angenommen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 51Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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