Sparr (Otto Christoph), erster brandenb. Generalfeldmarschall, geb. 1605 zu Lichterfelde bei Eberswalde in der Mark, trat in kaiserl. Dienste und stieg bis zum Generalwachtmeister auf, focht während des Dreißigjährigen Kriegs meistens im nordwestl. Deutschland, führte als kurköln. General-Feldwachtmeister 1649 die Exekution gegen Lüttich und trat Okt. 1649 in brandenb. Dienste. Er wurde 1656 Generalfeldmarschall und entwickelte eine bedeutende Thätigkeit auf dem Gebiete des Artillerie-und Geniewesens. In der Schlacht bei Warschau (Juli 1656) befehligte S. die Mitte des brandenb.⸗schwed. Heers, erstürmte das pragaer Holz und durchbrach die feindliche Schlachtordnung, wodurch der Sieg entschieden war. Er nahm dann am Zuge nach Litauen teil, kämpfte 1657 gegen die Polen, 1658 gegen die Schweden, eroberte 1659 Demmin und war 1663/64 bei dem Zuge nach Ungarn. S. starb zu Berlin 9. Mai 1668.