FeedFabriksparkassen
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Fabriksparkassen werden von größern Unternehmern häufig gegründet, um die Arbeiter zur Vorsorge und Sparsamkeit anzuspornen und um durch Prämieneinlagen seitens des Arbeitgebers ihren Fleiß und ihre Sorgfalt bei der Arbeit zu erhöhen. Eine öffentliche Sparkasse bietet allerdings immer eine größere Sicherheit als eine private, und es Wulter daher empfehlenswert sein, daß kleinere Fabrikanten für ihre Arbeiter nur die Vermittelung von Einlagen in eine öffentliche Sparkasse übernehmen, indem sie ihrerseits etwa einen Zinszuschuß geben. Große und festbegründete Unternehmungen jedoch können ohne Bedenken die Verwaltung der Spareinlagen selbst Dortz wenn sie zu-Li. den Arbeitern diesen 6 orteile darbieten. ie F. erscheinen in diesen Fällen als eine hanes [der Gewinnbeteiligung, bei der allerdings kein festes Rer dir.e zwischen dem gratifikatorischen Zuschuß für die Arbeiter und dem Unternehmergewinn zu bestehen braucht. So kommt es vor, daß die Einlagen in eine F. sich aus folgenden verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen: 1) aus freiwilligen Einzahlungen der Arbeiter; 2) aus obligatorischen Einlagen derselben (z. B. 5 Proz. des Lohnes), die der Arbeitgeber als Aus Bein seiner Zuschußleistung verlangt; 3) aus Beiträgen der Fabrikanten nach Verhältnis der Fabeitan der Arbeiter; 4) aus Prämien, die der Fabrikant nach Maßgabe des .Henie reinen Geschäftsgewinns zugibt. Viele Beispiele von F. sind angeführt bei Böhmert, «Die Gewinnbeteiligungy (Bd. 32 und DJabrir⸗ und Warenzeichen, s. Marke und theko, Lpz. 1878).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 513Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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