Speckter (Erwin), deutscher Maler, geb. 18. Juli 1806 zu Hamburg, ging 1825 zu Cornelius nach Munchen, wo er der prärafaelitischen Richtung sich zuwandte; sie zeigt sich in dem Bilde: Christus und die Samariterin am Brunnen, das er nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1827 malte. Seine fernern Schöpfungen aber, namentlich Wandmalereien im Sievekingschen Hause, zeigen die durch Cornelius und die Antike bewirkte allmähliche Lossagung von seiner frühern Weise. Als er 1830 nach Italien gelangte, eiferte er im Kolorit den Venetianern nach. Seine Hauptschöpfung während seines Aufenthalts in Italien ist Simson und Delila (Eigentum des Museums in Leipzig). Im Herbst 1835 verließ er Rom, um in Hamburg einen Saal bei dem damaligen Senator Abendroth al fresco zu malen. Über dieser Arbeit starb er noch vor Beendigung des zweiten Bildes, 23. Nov. 1835. Doch ließ er Kartons und Entwürfe zu den übrigen zurück. Ein edles Denkmal seines Geistes ist in den Briefen eines deutschen Künstlers aus Italieno aus seinen nachgelassenen Papieren (2 Bde., Lpz. 1846) erhalten.