Speratus (Paulus), eigentlich von Spretten, aus schwäb. Geschlecht, geistlicher Liederdichter der Iudienhe in Paeis geb. zu Paris 13. Dez. 1484, studierte in Paris und Italien, ward 1522 zu Wien wegen Verkündigung der evang. Lehre eingekerkert, später zu Iglau in Mähren mit dem Scheiterhaufen bedroht. Im J. 1524 wurde er von Luther an Albrecht von Preußen empfohlen, ward Bischof von Pomezan und starb daselbst 17. Dez. 1554. Sein berühmtestes Lied Es ist das Heil uns kommen her» stand zuerst im erfurter „Enchiridion (1524). -+hρHτ (Nisus), eine Gattung der Tagraubvögel, bei welcher der Schnabel —7 und mit einem stumpfen Zahne in der Mitte des Oberkieferrandes versehen ist und die Nasenlöcher länglich-oval, die Läufe hoch, dünn, Ium geschildet und die Zehen sehr ungleich sind. Dem Habicht (s. d.) steht diese Gattung außerordentlich nahe und der Unterschied liegt hauptsächlich nur in den längern und dünnern Läufen. Der gemeine Sperber oder Finkenhabicht (N. communis, Tafel: Raubvögel Fig. 3) ist ein kleiner, 31—33 em langer, aber sehr mutiger und gieriger Raubvogel, welcher sich fast in allen Weltgegenden findet, in Deutschland Überall als Stand⸗, Strich- und Zugvogel vorkommt und allen kleinern Vögeln, besonders aber den Sperlingen nachstellt. Das Männchen ist oberseits blaugrau, an der Kehle weiß, an den Wangen und Halsseiten rosenrot, an Brust und Bauch auf rein weißem Grunde schmal und wellenförmig gebändert, der aschgraue Schwanz mit fünf braunen Querbinden gezeichnet; Füße und Wachshaut sind gelb. Das Weibchen ist minder lebhaft Amscher und die Jungen haben ein so fremdartiges nsehen, daß sie öfters für eine besondere Art gehalten worden sind. Das Nest befindet sich auf Waldbäumen und das Weibchen legt 3—6 weißlichgrüne, rostbraun gefleckte Eier. Sonst wurde der S. auch zur Beize auf Wachteln und Rebhühner abgerichtet, hatte jedoch nie einen hohen Preis, da er leichter zu fangen ist als irgendein anderer Falke.