FeedSperenberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Sperenberg, Dorf mit (1885) 963 E. im Teltower Kreise des Regierungsbezirks Potsdam in der preuß. Provinz Brandenburg, 40,7 km südlich von Berlin und 9,25 km südsüdwestlich von Zossen, am fischreichen, gering salzhaltigen Krummen See, hat bedeutende Gipssteinbrüche in dem 37,3Im hohen Gipsberge und Gipsmühlen. Der Gips wird nach dem nahe nordöstlich gelegenen Dorfe Klausdorf am Mellensee gebracht, dann auf dem See und der (1856 —65 regulierten) Notte über die Wendische Spree u. s. w. nach Berlin gefördert. Im Okt. 1867 wurde bei S. auch ein Steinsalzlager erbohrt. Das fiskalische Bohrloch hatte bis 1870 eine Tiefe von 856,3 merreicht; bis dahin war das Steinsalz in einer ununterbrochenen Mächtigkeit von 764,3 m, unter dem 89 m mächtigen Gips, nachgewiesen. Bei 1272 m Tiefe wurde das Bohren aufgegeben, ohne daß die Sohle des Salzes erreicht war. Ausgebeutet wird das Salzlager noch nicht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 67Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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