FeedSpitta (Karl Joh. Philipp)
ReligionBrockhaus 1882

Spitta (Karl Joh. Philipp), bekannt als Dichter geistlicher Lieder, geb. 1. Aug. 1801 zu Hannover, widmete sich 1821—24 auf der Universität Göttingen theol. Studien, war dann einige Jahre Hauslehrer und Pfarrgehilfe, bis er 1830 die Stelle eines Garnisonpfarrers und Seelsorgers an der Strafanstalt in Hameln erhielt, welche Stelle er 1837 mit dem Pfarramt in Wechold bei Hoya vertauschte. Nachdem er seit 1847 als Superintendent zu Wittingen im Lüneburgischen gelebt, siedelte er 1853 nach Peine im Fürstentum Hildesheim über, wo er das Amt eines Superintendenten und Oberpfarrers bekleidete. Er starb 28. Sept. 1859 zu Burgdorf bei Hannover. S. ist als homiletischer Schriftsteller nicht ohne Verdienst, sein litterarischer Ruf gründet sich jedoch auf seine geistlichen Lieder, deren er zwei Sammlungen unter dem Titel «Psalter und Harfer (erste Sammlung, Pirna 1833; zweite Sammlung, Lpz. 1843; 50. Auflage der vereinigten beiden Sammlungen 1884) veröffentlichte. Nach seinem Tode kamen noch Machgelassene geistliche Liedere (4. Aufl., Lpz. 1868) hinzu. An Wohllaut, Vollendung der Form, Innigkeit und Wahrheit des Gefühls werden diese Lieder ebenso wenig wie an echt christlich gläubigem Inhalt von den vielen andern Dichtern, namentlich neuester Zeit erreicht. Viele von S.s Liedern sind komponiert. Vgl. die Biographie S.s von Münkel (Lpz. 1861.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 92Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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