FeedStäbe (tönende) können transversal
MusikBrockhaus 1882

Stäbe (tönende) können transversal, longitudinal und in Torsionsrichtungen schwingen. Letztere sind in praktischer Richtung ohne, und die vorletzten von wenig Bedeutung. In der Anwendung trisst man meist nur transversal vibrierende S. Dieselben sind entweder an beiden Enden frei (z. B. die Stimmgabel), oder an beiden Enden unterstügt 3. B. die Holz⸗, Glas⸗ und Metallstabharmonika), oder an einem Ende unterstützt und am andern frei 6. B. die S. in Spieldosen u. dgl. m.). Die S. können als Ganzes oder in Teilen vibrieren; in letzterm Falle lassen sich ihre Schwingungsknoten durch aufgestreuten Sand ersichtlich machen. (Vgl. Klangfiguren.) Bei transversal schwingenden S. verhält sich die Schwingungszahl oder die Tonöhe gerade wie die Dicke und umgekehrt wie das uadrat der Länge der S. Überdies hängt hier noch die Tonhöhe von der Einspannungsweise, vom Elasticitätsgrade und der Anzahl der schwingenden Abteilungen der S. ab. Die Tonhöhe 1 Umhande schwingender S. ist unter fast gleichen Umständen weit höher als bei querschwingenden S.; sie ist verkehrt proportional 3 Länge der S. und ist von der Dicke, sowie der reite der letztern unabhängig. Die Größe der Elasticität ist auf die 2one durch Reiber von Einfluß. Erregt werden diese Töne durch Reiben der S. nach der Länge (3. B. an Marloyes Stabharfe). Das Vorhandensein der Längenschwingung wird durch den Stoß des freien Stabendes auf Wasser oder auf eine hängende Elfenbeinkugel ersichtlich gemacht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 129Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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