FeedStachelberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Stachelberg, vielbesuchtes Bad im Linth- oder Großthal des schweiz. Kantons Glarus, liegt 661Um über dem Meere, 13 km südsüdwestlich von Glarus auf dem linken Ufer des Linth, am Fuße der Braunwaldberge unweit der Station Linththal der Glarnerbahn, besteht aus vier zum Teil durch Galerien miteinander verbundenen Gebäuden mit vorzüglicher Einrichtung und besitzt einen neu angelegten weitläufigen Waldpark mit zahlreichen Ruheplätzen und prächtigen Ausblicken auf die den Hintergrund des Thals umgebenden Eis⸗ und Felshäupter des Tödimassivs. Die sehr schwach fließende Quelle, ein stark alkalisches Schwefelwasser von kühlem, hepatischem Geschmack und 9,5˙ C. mittlerer Temperatur, träufelt 2,55 Km westlich vom Bade aus einer engen Schlucht der Braunwaldberge hervor, fließt in einen 4500 1 haltenden Sammler und wird von demselben durch eine hölzerne Leitung einem zweiten hinter dem Badegebäude befindlichen Behälter zugeführt. Schon seit dem Anfange des 18. Jahrh. bekannt, aber erst 1789 gefaßt, wird sie seither sowohl zur Trink⸗, wie zur Badekur namentlich bei Skrofulose, Hämorrhoiden, chronischen Katarrhen etc. angewendet. Die Hauptgebäude wurden 1830, 1860 und 1879 errichtet. Vgl. König, 4Bad S. » (Zür. 1867); Gsell-Fels, «Kurorte der Schweizo (Zür. 1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 130Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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