FeedLimmat (die)
ErdkundeBrockhaus 1882

Limmat (die), ein rechter Nebenfluß der Aare, heißt im Oberlaufe Linth und entspringt mit zwei Quellen, dem Sand- und dem Limmernbach, westlich und östlich vom Tödi (3623 m) im schweiz. Kanton Glarus. Nach der Vereinigung der beiden Bäche durchbricht der Fluß die wilde Felsschlucht der Pantenbrücke und erreicht das Linththal, welches er in nördl. Richtung che Kuth⸗ Die obere Stufe desselben, das eigentliche Linth⸗ oder Großthal, bekannt durch die Wasserfälle des Schreien⸗, Fätsch- und Diesbachs und den großartigen Hintergrund, den die Felsen und Gletscher der Tödigruppe bilden, ist eins der schönsten Thäler der Schweiz. In ihm liegt Ikm nördlich von dem Dorfe Linththal (682 m) das Bad Stachelberg (s. d.). Bei Schwanden (516 m) empfängt die Linth den Sernf aus dem Kleinthal, 3 km unterhalb Glarus bei Nettstall (441 m) die Löntsch aus dem Klönthal; von hier an kanalisiert, ergießt sich der Fluß nach 35 Kmlangem Laufe in den Walensee, den er bei Wesen wieder verläßt, um durch den 16,mlangen Linthkanal zwischen den Ebenen des sanktgallischen Gaster und der schwyzerischen March dem Zürichsee zuzufließen. Vor der 1807—22 ausgeführten Kanalisation der untern Linth (der sog. Linth-Unternehmung), durch welche ungefähr 7000 ha der Kultur gewonnen wurden, ergoß sich die Linth in die Maag, den Abfluß des Walensees, und verwüstete häufig durch ihre überschwemmungen den Thalgrund zwischen beiden Seen. Bei Zürich verläßt der Fluß, nun Limmat genannt, den See, empfängt die Sihl aus dem gleichnamigen Thale, durchfließt die freundlichen Hügellandschaften des züricherischen Limmatthals und, von Baden an, des aargauischen Siggenthals und mündet Im nördlich der Reußmündung bei dem Weiler Vogelsang unweit Brugg in die Aare. Das Limmatgebiet umfaßt in den Kan-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XI. tonen Glarus, St. Gallen, Schwyz, Züri Die Flußlänge beträgt von der Gabel der beiden Quellbäche (590 m) bis zur Mündung 127 km. Schiffbar sind im Limmatgebiet nur die beiden Seen und die eigentliche L.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 81Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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