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MusikBrockhaus 1882

Stadler (Maxim., meist Abbé Stadlery genannt), Kirchenkomponist und Orgelspieler, geb. zu Melk 7. Aug. 1748, studierte Musik und Theologie und trat 1766 in den Benediktinerorden. Er komponierte viele Instrumental-und Vokalwerke, lehrte dabei als Professor Moral, Kirchengeschichte und kanonisches Recht; auch versah er einen auswärtigen Pfarrdienst. Gleichzeitig galt er für einen der tüchtigsten Orgelspieler. Seit 1791 lebte er in Wien hauptsächlich, seit 1815 ausschließlich der Tonkunst. Unter seinen Kompositionen sind sein Oratorium Die Befreiung Jerusalemso, ein großes Requiem, Klopstocks Frühlingsfeiere, mehrere Messen und 24 Psalmen fur eine Singstimme hervorzuheben. Er starb 8. Nov. 1833. tadt am Hof, Stadt und Hauptort eines Bezirksamts im bayr. Regierungsbezirk Oberpfalz, links an der Donau oberhalb der Einmündung des Regen in dieselbe, Hehen gegenüber, ist Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1885) 3480 meist kath. E. und hat ein Waisenhaus, Maschinenbau, Schiffahrt und Speditionshandel. Im Osterreichisch-Französischen Kriege von 1809 wurde S. fast ganz niedergebrannt. Nördlich von der Stadt am Regen liegt das Dorf Steinweg mit 1823 C. und einer Wallfahrtskirche.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 133Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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