Standort bedeutet im Forstwesen den Inbegriff der Verhältnisse, von welchen das Wachstum der Bäume abhängt. Klima, Terrain (Lage) und Boden bedingen die Güte des S. für eine bestimmte Holzart. Man bildet, um die Ermittelung der Standortsgüte (Bonitierung) praktisch zu ermöglichen, für jede Holzart gewisse Standortsklassen, gewöhnlich fünf. Jeder Klasse entspricht ein bestimmter Gang des Massenzuwachses. Dieser ist wenigstens in den meisten Fällen proportional dem Höhenzuwachs, und die Größe des letztern läßt sich daher sehr gut für die Bonitierung verwerten. Die Erforschung des S. und seiner Faktoren ist forstwirtschaftlich sehr wichtig, denn vom S. hängen sehr wesentliche Momente der Waldwirtschaft ab, die Wahl der Holzart, der Betriebsart, zum Teil auch die des Umtriebes. Die Standortsklassen bilden die Grundlage der sog. Ertragstafeln, welche getrennt nach Holzarten für alle Altersstufen den mittlern Massengehalt der Bestände, mitunter auch deren mittlere Höhe und Baumstärke angeben. tandrecht, im Sinne von Standgericht gebraucht, bezeichnet ein militärisches Gericht, das über die geringern strafbaren Fälle der Unteroffiziere und Gemeinen das Urteil spricht. Es besteht aus einem Präses (Hauptmann) und vier Richterklassen zu je zwei Personen, sowie dem Auditeur oder untersuchungführenden Offizier als Referenten. S. wird außerdem im Sinne von Belagerungszustand, Kriegsrecht gebraucht und bezeichnet demnach den Zustand in einer Ortschaft oder Provinz u. s. w., während dessen das von den Civilbehörden geübte Exekutionsrecht auf den höchsten Militärbefehlshaber, dem ein Kriegsgericht zur Seite steht, übertragen ist. Proklamiert wird das S. bei feindlicher Invasion, Belagerung, Revolte u. s. w.