FeedStanowoi-Gebirge
ErdkundeBrockhaus 1882

Stanowoi-Gebirge, in Ostfibirien, bildet die Wasserscheide zwischen den Flüssen des nördl. Eismeers und des Stillen Oceans, von der Südgrenze Dauriens an bis zu dem Ostkap Asiens an der Beringsstraße. Es erstreckt sich durch die Provinzen Transbaikalien, das Amurgebiet, Provinz Jakutsk und das Küstengebiet auf einer Strecke von über 4400 km. Das S. beginnt an der Grenze der Mongolei in der Quellgegend des Kerulen, Onon und der Ingoda und zieht sich in nordöstl. Richtung zunächst bis zum Südwestwinkel des Ochotskischen Meeres hin: auf dieser Strecke trägt es den Namen Jablonoi oder Jablonowoi Chrebet, d. h. Apfelgebirge. Hierauf verläuft es parallel den Ufern des Ochotskischen Meeres und zwar meist dicht an denselben und schlägt schließlich eine nordnordöstl. an derWern in welcher es in das Ostkap Asiens an der Beringsstraße ausläuft. Im Südwesten bildet das Gebirge mehrere Parallelketten und zahlreiche Ausläufer; zu den erstern müssen auch die Baikalgebirge gerechnet werden. Ohgleich die Baikalgebirge einen durchaus alpinen Charakter tragen, übersteigen sie doch nicht die Schneelinie; der höchste Berg Transbaikaliens, der Tschokondo, hat eine Höhe von 2500 m. Das eigentliche S. stellt einen ungeheuern Gebirgswall mit steilen Abhängen dar, auf dem sich nackte, schroffe Gipfel erheben und der nur unter großen Schwierigkeiten zu übersteigen ist; die einigermaßen gangbaren Pässe, unter denen der an der Quelle der Olekma einer der besuchtesten ist, haben eine Höhe von 1000—2000 m, während der Kamm und die Gipfel 2500 mübersteigen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 152Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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