FeedStecknitz
ErdkundeBrockhaus 1882

Stecknitz, ein Flüßchen im Kreise Herzogtum Lauenburg der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, entspringt aus dem Gudowsee, durchfließt 10 Km nordwestlich von diesem den See von Mölln und fließt bei Genin rechts in die bei Lubeck mündende Trave. Die S. ist 1391—98 auf Kosten der Stadt Lübeck, wo bis auf die neuere Zeit ein eigenes Amt der Stecknitzfahrer bestand, mit der gleichfalls schiffbar gemachten, südwärts fließenden und bei Lauenburg rechts in die Elbe mündenden Delvenau verbunden. Die ganze 56 kmelange, 0, mtiefe Schifffahrtslinie zwischen der Elbe und der Trave heißt S. oder Stecknitzkanal, hat 13 Schleusen und vermittelt also den Verkehr zwischen der Elbe und Lübeck und dadurch zwischen Nord⸗ und Ostsee.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 175Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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