Steen (Jan), einer der berühmtesten holländ. Raler, geb. um 1626 zu Leiden, der Sohn eines Bierbrauers, erhielt zuerst in Utrecht Unterricht im Malen. Dann wurde er Schüler des Adrian van Ostade und später J. van Goyens, der ihn mit seiner Tochter Margarete verheiratete. Eine Zeit lang gab er die Malerei auf, errichtete eine Bierbrauerei in Delft und später eine Schenkwirtschaft. Die Scenen, welche er hier sah, trug er mit großer Kunst und drolligstem Humor auf die Leinwand rüber. Keiner seiner großen Zeitgenossen hat ihn in „der Raivetät seiner Kompositionen, im Ausdruck eund in der Charakteristik seiner Figuren Übertroffen, fkeiner in dem goldigen Ton seiner Bilder, noch esweniger in der feinen und humoristischen Beobach-O tung der Natur. Er lebte an verschiedenen Orten, zuletzt in Leiden, wo er am 3. Febr. 1679 begraben ö wurde. Seine Gemälde wurden nach seinem Tode zu immer höhern Preisen verkauft, besonders in „Holland. Zu den berühmtesten gehören: die Kegelhbahn, die kranke Dame, das Hochzeitsfest, die Hochzeit zu Kana, vor allen das St. Nicolasfest, das Austerfest, die Familie des Meisters darstellend, und das Bild des menschlichen Lebens vom Kinde bis ö zum Greise. Seine Zeichnungen sind selten und 44½ ebenfalls teuer bezahlt. Ein Sackpfeifer und das Dorffest mit Kegelspiel gehören zu den vorzüglichsten. Auch ätzte S. einige geistreiche, äußerst seltene Blätter, deren Echtheit nicht zu bezweifeln ist. — Sein Sohn Dirk S. machte sich als Bildhauer einen Namen; sein Porträt, von ihm selbst gemalt, findet sich in verschiedenen Sammlungen. — Neuere ultmuen nehmen noch einen Dar S. an, der zu Alkmaar stofflich verwandte Darstellungen malte, aber später lebte, und dessen Werke denen des delftschen Jan S. nicht gleichkommen. Vgl. Van Westrheenen, J. Steen, étude sur L'art en Hollandes (Saag 1856). im Nordßrabant⸗ Stadt in der niederländ. Provinz Nordbrabant, durch das Vliet mit der Krammer verbunden, hat 6705 E., eine kath. und eine reform. Kirche, einen Flußhafen und Krappindustrie.