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BaukunstBrockhaus 1882

Steine (Bausteine) bilden das Hauptbaumaterial für Mauern und Gewölbe. Sie sind entweder natürliche oder künstliche. Die natürlichen Steine, von verschiedener geognostischer Beschaffenheit, werden in den Steinbrüchen meist durch Tage⸗, bisweilen auch durch Grubenbau, und zwar durch einfaches Lösen mit Keilen und Brechstangen (Schroten) oder durch Sprengen gewonnen. Die so gewonnenen Bruchsteine werden nach 150 Bearbeitungsfähigkeit in harte und weiche Bausteine unterschieden und entweder direlt vJum Bau (besonders von Grundmauern) verwendet, oder oberflächlich zugehauen (bossiert oder gespitzt) oder rein bearbeitet zu Werkstücken (Quader, Hausteine, Schnittsteine)Z. Das Bearbeiten der Bausteine erfolgt meist mittels der Hand, bisweilen auch durch Maschinen. Kostbarere Steinarten, wie Marmor, Serpentin u. s. w. werden in Platten oder Blöcke gesägt, ihre Oberflächen sodann geschliffen und poliert. über die künstlichen Bausteine s. unter Mauersteine.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 189Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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