Bruchsteine sind im Gegensatz zu den Werkstücken, Hausteinen oder Quadern (s. Baumaterialien) die roh oder unbearbeitet zur Verwendung kommenden natürlichen Bausteine. Sie werden entweder vereinzelt gefunden als Feld⸗ oder Lesesteine, oder aus Steinbrüchen gewonnen oder bilden den Abfall bei Gewinnung und Bearbeitung der größern Werkstücke. Je mehr die Gesteinsarten eschichtet, von schiefrigem Gefüge oder bearbeitbar ind, um so mehr bieten die daraus gewonnenen lagerhaften B. ein bequemes Mauerbaumaterial. Ganz unregelmäßige, wenig lagerhafte B. nennt man Horzeln, Wacken. Bei ihnen muß die Unregelmäßigkeit des Verbandes durch gutes Bindemittel und größere Mauerstärke ersetzt werden. Meist verwendet man sie jedoch nur zum Füllmauerwerk. ein Giftstoff, welcher sich in den verschiedenen Teilen der Strychnosarten, in den Früchten, Blättern neben dem Strychnin (I. d.) findet. Das B. ist 1819 von Pelletier und Caventou in der sog. falschen Angosturarinde, der Rinde von Strychnos nux vomica entdeckt, wird am leichtesten dargestellt durch Auskochen der Rinde mit Wasser unter Zusatz von etwas Oxalsäure und Verdampfen zum Extrakt; dieses wird bei Frostkälte mit absolutem Alkohol behandelt, der die fremden Bestandteile aufnimmt, während oxalsaures B. ungelöst bleibt. Dieses wird in heißem wässerigen Weingeist gelöst, derß Kochen mit Magnesia zersetzt, beim Erkalten der filtrierten Lösung scheidet sich das B. in schupenförmigen Krystallen oder blumenkohlähnlichen assen ab. Das krystallisierte B. enthält 4 Moleküle Krystallwasser, welches unter Schmelzen bei 100 entweicht, löslich in 800 Teilen kaltem und 500 Teilen kochendem Wasser, leichter löslich in Alkohol, unlöslich in Ather. In Salpetersäure mit schön roter Farbe löslich (Unterscheidungsmerkmal vom Strychnin). Es wirkt, wie das — nin, schon in sehr kleinen Dosen giftig, doch nicht so energisch wie jenes. B. verbindet + mit fast allen Säuren zu schön krystallisierbaren Salzen.