Steinway, der Name einer Familie, deren Mitglieder sich bes onders um die Klavierfabrikation in Neuyork große Verdienste erworben haben. Der Begründer des Hauses Steinway u. Söhne, Heinrich S., geb. 15. Febr. 1797 zu Braunschweig, errichtete zunächst in Braunschweig ein Geschäft und Ranmaos. hier Flügel, tafelförmige Klaviere und ianinos. Im J. 1845 übertrug er seinem ältesten Sohne Theodor das braunschweiger Geschäft, wanderte nach Amerika aus und siedelte sich in Neuyork mit seinen Söhnen Karl, Heinrich, Wilhelm und Albert an. Nachdem er hier mehrere Jahre den amerik. Klavierbau eingehend studiert hatte, gründete er 1853 zu Neuyork ein eigenes Geschäft. Einen großen Aufschwung nahm die Firma 1855, als sie auf der neuyorker Industrieausstellung Instrumente ausstellte, welche das von ihr erfundene kreuzsaitige System aufwiesen. Im J. 1863 ließ die Firma in der Nähe des Opernhauses einen prächtigen Marmorpalast erbauen, in Drii 5 ihre Instrumente von nun an verkaufte. Drei ahre später errichtete die Firma einen Konzertsaal mit Sitzplätzen für 2000 Personen, die Steinway-Hall, welche mit ihrer mächtigen Orgel und schönen Akustik unter den Konzertsälen der Union eine ervorragende Stelle einnimmt. Seit der pariser usstellung 1867 haben die Steinwayschen Klaviere trotz bober Preise auch in Europa große Verbreitung gefunden. Die Firma beschäftigt zur Zeit 800 Arbeiter. V. ihren Fabs fabrizer wird alles zum Klavierbau Gehörige selbst fabriziert, sogar die eisernen Rahmen und sonstigen zum Klavierbau nötigen eisernen Bestandteile. Im J. 1872 erbaute die Firma in Astoria auf der Neuyork gegenüberliegenden Insel Long-Island eine Dampfsägemühle, Eisen⸗ und Messinggießerei, sowie verschiedene Maschinenhäuser, in denen sämtliche Bestandteile eines Klaviers angefertigt werden. Von den durch Patente gesetzlich geschützten Erfindungen der Firma seien erwähnt: die Unabhängigkeit des Metallrahmens, der Mechanik von den Tasten; die große Doppelmensur und das Tonhaltungspedal; durch letzteres ist es z. B. möglich, nur einen Ton oder einen Accord fortklingen zu lassen, während alle andern Töne mit der in Thätigkeit bleibenden Dämpfung zu 57.7 sind. Der Gründer der Firma, Henry, starb 7. Febr. 1871, sein Sohn Heinrich 11. März 1865, Karl 31. März 1865, Albert 1876.