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ErdkundeBrockhaus 1882

Sueven (Sueyi) ist in ältester Zeit der Gesamtname einer deutschen Völkergruppe, später, namentlich seit dem 5. Jahrh. n. Chr., einzelner Volksname. Cäsar, der die S. zuerst erwähnt, benennt so die hinter den Ubiern und Sigambern wohnenden Germanen und erzählt, daß ihr durch den von den Kelten verlassenen Strich zwischen Main und Donau begrenztes Land 100 Gaue umfasse, in denen sie ohne feste Sitze wohnten, und daß alljährlich ein Teil der Bevölkerung auf Krieg ausziehe, wie denn dem Ariovist auch S. folgten. Bei Tacitus sind die Hermunduren das vorderste, die Semnonen (in Brandenburg) das älteste und angesehenste unter den suevischen Völkern, zu denen er, wie es scheint, irrtümlich die meisten der Völker rechnet, die den östl. Teil Germaniens, von der Donau aus bis zur Ostsee bewohnten. Die Völker, die der Markomanne Marbod eine Zeit lang unter seiner Herrschaft vereinte, waren größtenteils suevische, und von ihnen ers cheinen speziell die Markomannen und Quaden noch weit später, in den Kriegen mit Mare Aurel und mit Aurelian, mehrmals unter dem Namen S., der dann noch lange, aber nur noch als Name einzelner, früher der großen Gruppe zugehörig gewesener Völker sich erhielt. So wird 406 n. Chr. unter den Völkern, die in das von röm. Truppen entblößte Gallien von der Mainmündung her einbrachen, mit den Vandalen und Alanen auch S. (doch wohl meistens Quaden und Markomannen) genannt, welche mit jenen im Herbst 409 durch die Pyrenäenpässe nach Spanien gelangten. Die S. erhielten bei der Ansiedelung in diesem Lande 411 namentlich Galicien, wurden aber seit 417 durch den Westgoten Wallia zur Anerkennung der röm. Hoheit genötigt. Ihr König Hermerich stand seit 420 im Kampfe mit den Vandalen unter Gunderich und Gaiserich. Als seit 428 Spanien von den Vandalen wieder verlassen worden, breiteten sich die S. (seit 437 unter Rechila) nach Süden über Lusitanien und Bätica aus. Rechilas Sohn, Rechiar (seit 448), wurde von dem in Gallien erhobenen Kaiser Avitus und von Theoderich II., dem Könige der Westgoten, 5. Okt. 456 in Asturien bei Astorga am Urbicus geschlagen und bald nachher bei Portus Cale getötet. Nach ihm wurde Rechimund (463) wieder selbständig und breitete auch um 465 seine Macht von Galicien wieder über das nördl. Lusitanien aus. Über die nächsten hundert Jahre der Geschichte der S., während deren das Westgotische Reich erstarkte, ist nur sehr wenig bekannt. Dynastische innere Kämpfe machten es endlich dem Westgoten Leovigild möglich, 585 das suevische Reich mit dem westgotischen zu vereinigen. In Deutschland hat sich der Name S. in dem der Schwaben, ursprünglich Suabi, erhalten, in dem Lande an der Rauhen Alp, zwischen dem Neckar und dem Lech; es ist hier die volkstümliche Benennung statt Alamannen. Der dialektische Unterschied zwischen S. und Alamannen (wo dann Elsässer, Badenser und Schweizer gemeint sind) ist erst im 13. bis 15. Jahrh. entstanden. Seit Mitte des 6. Jahrh. wird der Name S. oder Schwaben auch in dem Lande zwischen Saale, Bode und Unterharz, im Gau Suevon oder Suabago, „Suez oder Sués, wichtige Seehandelsstadt Agyptens, an der nördlichsten Spitze des Roten Meers auf einer kahlen, völlig vegetationslosen Landzunge gelegen, lehnt sich mit seinem arab. Stadtteile, einer aus Stein erbauten, mit Mauern umgebenen, aber ziemlich verfallenen Häusermasse mit sieben unbedeutenden Moscheen an den Berg Atäkah, während die europ. Seite, mit den europ. Konsulaten, dem engl. Postamt, der Dampfschiffagentur und den Hotels, nach der Reede zu liegt. Nördlich von der Stadt und dem Bahnhofe mündet der Süßwasserkanal, der bei Kairo vom Nil abzweigt und dessen Niveau 2m höher ist als das des Roten Meers, mittels Schleusenwerke, und daneben ist der Lagerplatz für die aus Arabien kommenden, zuweilen 1000 Kamele zählenden Karawanen. Südlich von der Stadt führt nach Südosten ein gewaltiger, wohl 3 Km langer Steindamm durch das Meer zu den auf einer hakenförmigen Halbinsel sich erhebenden Hafenbauten, wo auf 20 ha Landes Arsenale, Magazine, Werkstätten u. s. w. stehen. Der Damm führt zu dem kleinen Bassin der Kanalkompagnie, das einen eigenen Leuchtturm hat, dann zum Kai Waghorn und dann zum großen südl. Bassin, Port Ibrahim genannt, das in zwei Teile geteilt ist: für Kriegs-und für Handelsschiffe, und 500 Schiffe fassen kann; es werke und treffliche Maueru breit und 750 melang, am Ke Trockendock ist 112 melang,? hoch. Die 22 km entfernte Re 100 akm 6—10 metief. Die besteht aus Europäern, Agyp dern, Chinesen und Negern, z wovon 1183 Ausländer; vor 6 kanals zählte man 1500 E. die Stadt Kolzum, im Altert mals als Durchgangspunkt dedels von Bedeutung, verfiel deckung des Seewegs nach Ind nach der Einrichtung der ind. 1 der Verbindung mit der Eisen dria, der Eröffnung des Süß und des Suezkanals (s. d.) Warenumsatz betrug 1879 et (6 Mill. Import, 4 Mill. Exporr der Dampferlinien der Khedivi des Roten Meeres untereinand

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 354Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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