Süptitz, Dorf im preuß. Regierungsbezirk Merseburg, 5 km westlich von Torgau, war der Mittelpunkt der Schlacht bei Torgau (s. d.). Am 3. Nov. 1760 hatte das österr. Heer unter Feldmarschall Dann westlich von Torgau auf dem Ratsweinberge und den Anhöhen bei S. eine starke Stellung bezogen. Vor den nach Süden steil abfallenden Süptitzer Höhen floß der nur auf künstlichen Ubergängen zu überschreitende Röhrgraben, nach Süden auf den Höhen lagen einige 1759 vom Prinzen Heinrich angelegte Schanzen. König Friedrich d. Gr. lagerte bei Schilda und ließ dort den General von Zieten mit dem Drittel seines 44000 M. starken Heeres stehen, während er die Hauptmacht um den rechten Flügel der feindlichen Stellung führte, um diese von Norden her anzugreifen. Der Angriff des Königs stieß jedoch auf unvorhergesehene Hindernisse und wurde abgewiesen. Zieten hatte seine Truppen westlich des Röhrgrabens gegen Mittag in zwei Treffen entwickelt und beschoß die österr. Stellung auf den Höhen von S zunächst mit Artillerie, ließ aber, als das Gefecht der preuß. Hauptmacht sich immer weiter entfernte, gegen 3½¼ Uhr nachmittags das Dorf S. durch eine Brigade nehmen und rückte dann auf die Großwiger Höhen zu. Die Brigade Salderr erstieg zwar die Hänge des Weinbergs östlich von S. wurde aber durch 8 österr. Bataillone wieder herab. geworfen. Erst nach Einbruch der Dunkelheit gelang es zwei preuß. Brigaden, den westl. Teil der