Sylburg (Friedr.), deutscher Philolog, geb. 1536 zu Wetter bei Marburg, bildete sich nach Vollendung seiner Studien in Marburg und Jena auf Reisen weiter aus und beschäftigte sich dann, nachdem er an den Schulen in Neuhaus bei Worms und zu Lich in der Wetterau thätig gewesen war, bis an r Tod (17. Febr. 1596) teils mit Herausgabe alter Schriftsteller, teils mit Besorgung von Korrekturen in den berühmtesten Druckereien, namentlich der Wechelschen zu Frankfurt und der Commelinschen zu Heidelberg, wo er Bibliothekar der Universität war. Durch die neue Bearbeitung von Clenardus' «Institutiones linguae Graecaer (Frankf. 1580 u. öfter) und seine Teilnahme am griech. Thesaurus von H. Stephanus machte er sich um die griech. Grammatik und Lexikographie hoch verdient. Durch die kritischen Ausgaben der Werke des Pausanias (Frankf. 1584; 2. Aufl. 1613), des Herodot (Frankf. 1584), Aristoteles (11 Tle., Frankf. 1584 -87), des Dionysius von Halikarnaß (Frankf. 1586), des Zosimus (Frankf. 1590), des Elemens von Alexandria (Heidelb. 1592), des Justinus Martyr (Frankf. 1593), des Apollonius Dyskolos De syntaxi libr. IV graece et latinev (Frankf. 1590) und des Etymologicum magnumv (Heidelb. 1594) trug er viel zur Verbreitung der griech. Litteratur bei. S.3 Epistolae quinque ad Paulum Melissume gab Creuzer (Frankf. a. M. 1827) heraus.