Symmachus, Papst 498—514, ist weniger durch seine Verdienste, als durch den zuerst von einer Synode des Jahres 501 zu seinen Gunsten aufgestellten Grundsatz bekannt geworden, daß über einen Papst keine Synode, überhaupt kein Mensch, sondern Gott allein richten könne. Seine Wahl war von einem Teile des röm. Klerus nicht anerkannt worden, welcher seinerseits den Laurentius ewählt und gegen S. die schwerste moralische Antlage erhoben hatte. Nachdem auch jene Synode von 501 den Streit nicht geschlichtet hatte, befahl König Theodorich d. Gr. die übergabe sämtlicher Kirchen an S., worauf Laurentius sich ins Privatleben zurückzog. Der Streit der beiden Gegenpäpste hat den Anlaß zu ausgedehnten litterarischen Fälschungen sämtlich zu Gunsten des S. und des von der genannten Synode aufgestellten Grundsatzes gegeben.