Synesis (grch.), d. h. Sinn, Verstand, wird in der Grammatik gebraucht in der Redensart: constructio ad synesim für diejenige Konstruktion, bei welcher die Form des bezogenen Wortes sich nur nach dem Sinne des Beziehungswortes richtet und der Sprechende und Schreibende mithin den Gedanken, den er ausdrücken will, über die grammatische Genauigkeit setzt. So z. B. in dem Satze: „Ich begegnete einem armen Mädchen; diese (statt dieses) sprach mich um ein Almosen an.v
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 407Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei