FeedSynekdöche
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Synekdöche (grch., d. i. das Mitverstehen) heißt eine rhetorische Figur, welche darin besteht, daß durch die Nennung eines einzelnen oder besondern Gegenstandes das Ganze und Allgemeine und durch Nennung des Ganzen und Allgemeinen das Besondere bezeichnet wird, z. B. Thür statt Haus, Cicero für Redner, Dolche statt Waffen, dagegen wieder Haus statt Fenster, Gestirne statt Sonne. Auch gehört hierher der Fall, wenn der Singular und Plural miteinander vertauscht (synecdoche numeri) oder bestimmte Zahlen statt unbestimmiter Größen gesetzt werden, z. B. der Soldat, statt: die Soldaten; der Spartaner, statt: die Spartaner.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 407Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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