FeedSzathmar
ErdkundeBrockhaus 1882

Szathmar, Komitat des ungar. Kreises jenseit der Theiß, zählt auf 6491,23 qkm (1880) 293092 C. und zwar 58,83 Proz. Magyaren, 4,90 Proz. Deutsche, 34,85 Proz. Rumänen, dann noch Slowaken und Ruthenen; der Konfession nach 16,36 Proz. röm. ind 42,88 Proz. griech. Katholiken, 32,30 Proz. Reformierte, 7,13 Proz. Juden. Das Land ist im Isten und Süden gebirgig, sonst eben, wird von der Theiß und ihrem Zufluß Szamos bewässert, velche die Kraszna aufnimmt, an der sich der 45 km ange, rohr-und schilfreiche Eeseder Morast hinzieht. zm ganzen hat das Land sandigen Boden, liefert VBeizen, Mais, herrlichen Wein, Obst, Kastanien, abak, Salz, Gold, Silber, Kupfer, Blei, Mineralässer, pflegt auch nicht unerhebliche Industrie und handel. Das Komitat zerfällt in zehn Bezirke nd hat zum Hauptort den Marktflecken Nagyäroly (s. Käroly). Außerdem ist bemerkensert Szathmar-Némethy, eine königl. Freistadt nd Sitz eines röm. Kath. Bif chofs, Station der Hinien Sziget und S.⸗Nagybanva der Ungarischen Nordostbahn. Die Stadt besteht aus den durch die Szamos getrennten Orten Szathmär und Nemethy, zählt 19 708 E., wovon 88,9 Proz. Maber Kon 3 Proz. Deutsche, 5, Proz. Rumänen; er Konfession nach 19,s Proz. röm. und 15,80 Proz. riech. Katholiken, 48,84 Proz. Reformierte, 14,18 Proz Juden, hat ein theol. Seminar, ein kath. und ein reform. Gymnasium, eine Hauptschule, Klöster der Jesuiten, Barmherzigen Brüder und Schwestern und ein Erziehungsinstitut fur Soldatentöchter. Es bestehen hier ansehnliche Fischerei und Sliwowitzbrennerei. Ferner ist zu nennen Nagy-Bänya s. d.) oder Uiväros, auch Frauenstadt genannt, und elsö-Banya (s. d.) oder Neustadt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 422Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6