Szigeth oder Sigeth (d. i. „Inselo, meist „Marmaros-Szigetho), Hauptstadt des großen, an Galizien grenzenden Komitats Marmaros (4. im Kreise jenseit der Theiß des Königreichs Ungarn, Jauf einer Halbinsel der Theiß und Iza und an der Ungarischen Nordostbahn (Linie Debreczin-S.), in schöner Gegend, Sitz der Komitatsbehörden und „einer königl. Berg⸗, Salinen⸗, Forst⸗ und Güter⸗ „Direktion, ist die Hauptniederlage des auf der Theiß r zu verführenden Steinsalzes aus den Gruben von g Ronaszek und Slatina und zählt (1880) 10852 E. e verschiedener Nationalitäten (6721 Magyaren, 2087 3. Deutsche, 898 Rumänen und 616 Ruthenen) und . Konfessionen. Die Einwohner treiben Bergban, nHandel und lebhafte Holzindustrie, namentlich in Holzschnitzwaren, die weithin verführt werden. Der Ort hat ein Piaristenkollegium nebst G mnasium ein reform. Kollegium und eine Hauptschule-Marktflecken des Komitats Somogy oder Süme in Ungarn, 37 kKm südlich von Kaposvär und west lich von Fünfkirchen, auf einer Insel des Almas, an der Fünfkirchen-Bareser Eisenbahn, ist der Sitz eines Oberstuhlrichteramts und zählt (1880) 5014 E. Der Flecken zerfällt in das Schloß, den eigentlichen Markt und die Vorstadt, und hat mehrere Kirchen, ein Pfenenfabritunde zwei Rübenzuckerfabriken, eine Pfeifenfabrik und eine Bierbrauerei. Berühmt ist die Verteidigung dieses Platzes vom 1. Aug. bis 8. Sept. 1566 durch Zrinyi (s. d.) gegen die Türken unter Soliman. Zrinyi weihte sich mit seinen Mitstreitern dem Tode für das Vaterland, während der ultan im Lager starb. S. wurde von den Türken 8. Sept. erstürmt, 1664 von Zrinyi dem Jüngern vergebens belagert, aber 1688 vom Markgrafen von Baden den Türken für immer entrissen. Kaiser Karl VI. ließ das Schloß neu aufbauen; die Ruinen dieses Schlosses sind noch sichtbar; an der Stelle, wo Held Zrinyi fiel, steht eine Kapelle; sein Todestag wird noch heute jedes Jahr gefeiert.