FeedSzymanowski (Julius von)
HeilkundeBrockhaus 1882

Szymanowski (Julius von), namhafter Chirurg, geb. zu Riga 1829, war Schüler von Adelmann in Dorpat, wurde 1858 außerord. Professor in Helsingfors, 1861 ord. Professor in Kiew und starb daselbst 1861. Seine zahlreichen namentlich chirurgisch-technischen Schriften erschienen teils in deutscher, teils in russ. Sprache. Sein größtes und letztes Werk über operative Chirurgie wurde von Uhde ins Deutsche überfetzt. deutschen Alphabets, bezeichnet einen Konsonanten, der mit den ihm in der Organstellung nächst verwandten d, dh (Saspiriertem d) und th(Saspiriertemet) zu einer besondern Konsonantenklasse, den Dentalen, zusammengefaßt wird. Der Unterschied von t und dbesteht darin, daß jenes stumm, d. h. ohne Mittönen des Kehlkopfes, dieses tönend, d. h. mit Tönen des Kehlkopfes gesprochen wird (in der ältern Grammatik gehört daher't zu den tenues, d zu den mediac). asst des heutigen Hochdeutschen, wie überhaupt aller hochdeutschen Bialekte ufal auf älterm d, welches im Gotischen und den auf gleicher Lautstufe (der ersten Lautverschiebung, s. d.) stehenden germ. Sprachen, Niederdeutsch, Englisch, Nordisch, erhalten ist, z. B. gotisch dags, niederdeutsch ag Tag, das ursprüngliche german. t dagegen ist im Hochdeutschen zu s (5) oder 2 geworden, z. B. got. tamjan niederdeutsch tömen == zähmen, got. létan niederdeutsch laten = lassen. Ein aspiriertes d undet gibt es in unserer hochdeutschen Schriftsprache nicht, obwohl häufig th (Thalu. dgl.) geschrieben wird; das h soll hier wie z. B. in Wahnse die Länge des Vokals bezeichnen und es ist nur eine orthographische Gewohnheit, daß es dem tangefügt wird. Dagegen besaß das Urgermanische ein aspiriertes t (th), und im Gotischen hat das Alphabet ein Zeichen, das man durch th zu umschreiben pflegt, obwohl es in der Aussprache ein Spirant war wie das engl. th. Dies got. th ist in den hochdeutschen Mundarten durch d vertreten, z. B. got. thatza unserm adasv. Als Abkürzung steht T in röm. Inschriften, Handschriften, auf Münzen u. s. w. für Tertius,; Teruncius, Titulus, Titus, Lribunus; bei Büchercitaten für Tomus (Band); im Handel für Tara; in der Musik für Lenor und Tutti. Bei Bibel-H eitaten steht T. für Testament (A. T. — Altes Testament; N. T. Neues Testament). Auf ältern ranz. Münzen bezeichnet Tden Prägort Nantes. t, Abkürzung für Tonne.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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