Sievers (Georg Eduard), Germanist, geb. 25. Nov. 1850 in Lippoldsberg im preuß. Regierungsbezirk Kassel, studierte in Leipzig und Berlin, wurde 1871 außerord. Professor für german. und roman. Philologie zu Jena, 1876 ord. Professor für german. Philologie und siedelte Herbst 1883 in gleicher Eigenschaft nach Tübingen über. Selbständige Veröffentlichungen von ihm sind: 4Tatian, lateinisch und altdeutsch mit Glossarv (Paderb. 1872), Das Hildebrandslied, die merseburger Zaubersprüche und das fränk. Taufgelöbnis in photographischem Faksimiler (Halle 1872), (Paradigmen zur deutschen Grammatiko (Halle 1874), (Die Murbacher Hymnen, nach der Handschrift herausgegeben» (Halle 1874), „Der Heliand und die angelsächs. Genesis v (Halle 1875), 4Grundzüge der Lautphysiologiev (pz. 1876; 2. Aufl. unter dem Titel Grundzüge der Phonetik v, Lpz. 1881; 3. Aufl., Lpz. 1885), „Zur Accent⸗ und Lautlehre der german. Sprachens (Salle 1878), «Die althochdeutschen Glosseno (mit Elias Steinmeyer, 2 Bde., Berl. 1879 —82), „Angelsächs, Grammatiko (2. Aufl., Halle 1886; auch englisch bearbeitet von Cook, Boston 1885), «Proben einer metrischen Herstellung der Eddaliederv (Halle 1885), «Tübinger Bruchstücke der ältern Frostuthingslögo (Halle 1886).