Taberistan, auch Tabaristan, der südöstlichste Teil der pers. Provinz Masen-Deran, das östliche Hochland des Elburs-Gebirges, wird von vielen kleinen Flüssen bewässert und besitzt schönes Weideland, daher es eine starke Viehzucht aufweist, ist reich bewaldet und hat viel Wild; das Klima ist gesund und nicht heiß; das Mineralreich liefert hauptsächlich Schwefel. T. war im Altertum ein Teil Hyrkaniens und von den Tapurern bewohnt, nach ö denen das Land noch in arab. Zeit unter dem Namen Tapurasthäna, später als T. erscheint. Im 10. und 11. Jahrh. bildete das Land den Hauptteil des Reichs der Zijädiden. — Bisweilen heißt bei arab. Schriftstellern das Kaspische Meer Bahr Tabaristän.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 438Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei