Talgbaum, der Name für zwei verschiedene Bäume des tropischen Asien, Stillingia sebifera Milld. aus China und Vatéria indica L. aus Ostindien. Die erstgenannte Art, der eigentliche T., zur Familie der Euphorbiaceen gehörend, ist ein Baum von mittlerer Größe und dem Ansehen eines Kirschbaums mit abwechselnden, langgestielten, eiförmig erhombischen, zugespitzten und ganzrandigen Blättern und kleinen gelbgrünen Blüten, welche in endständigen, lätzchenartigen Trauben bestehen und eine dreispaltige Blütenhülle besitzen. Die männlichen Blüten enthalten zwei Staubgefäße. Die eiförmigen, spitzen, abgerundet dreikantigen Früchte enthalten kugelige, schwarze Samen, welche von einer weißen, talgartigen Masse umgeben sind, deren man sich in gleicher Weise wie des gewöhnlichen Talgs zur Fabrikation von Kerzen bedienen kann. Es kommt dieses Pflanzenfett unter dem Namen achinesischer Talgo in den Handel. Auch enthalten die Samen ein vorzügliches Ol. Dieser T. wird jetzt nicht allein in seiner Heimat, sondern auch in den südl. Staaten von Nordamerika, in Westindien angebaut. (Vgl. Vateria.)