Tamarindus L., Tamarinde, Pflanzenattung aus der Familie der Leguminosen, Abteiung der Cäsalpinieen. Man kennt nur eine Art, T. indica L., die wahrscheinlich im tropischen Asien einheimisch ist, durch langjährige Kultur aber in allen Tropengegenden weite Verbreitung gefunden hat. Es werden zwar von einigen Botanikern mehrere Arten beschrieben, doch sind dieselben wohl mit Recht nur als Kulturvarietäten von I. indica 5 betrachten. Diese selbst wie ihre Varietäten sind äume mit gefiederten Blättern und in Trauben stehenden wohlriechenden Blüten von gelblich-weißer Farbe, welche aus einem mit vier Zipfeln versehenen Kelche, fünf ungleich großen Blumenblättern, drei fruchtbaren und mehrern sterilen Staubgegefäßen, sowie einem länglichen Fruchtknoten bestehen. Die Früchte sind fingerdicke, gegen 20 em lange braune Hülsen, welche zwischen den Häuten ihrer Schalen ein angenehm säuerlich-süß schmeckendes schwarzrötliches Mark enthalten, das in der Medizin angewendet und in den Tabaksfabriken zu den Saucen gebraucht wird. Dieses Mart kommit, mit Fasern und Samen vermischt, als eine mus- oder breiartige Masse, in Fässer geschlagen, aus Ostindien und Agypten, sowie aus Westindien nach Europa. Das westindische ist schmieriger und süßer und muß mit Zucker aufbewahrt werden; das ostindische und levantische dagegen ist schwärzer, trockener und sauerer und hält sich auch ohne Zucker lange. In neuerer Zeit hat der Handel damit wie die Anwendung desselben sehr abgenommen. Von den Samen und Fasern befreites und mit Zucker versetztes Tamarindenmus führt den offizinellen Namen Pulpa Tamarindorum depurata; dieses bildet einen Hauptbestandteil der Sennalatwerge tommmner lenitirum). Das Holz dieser Bäume ommt unter dem Namen Tamarindenholz in den Handel und wird als Nutzholz verwendet. familie aus der Gruppe der Dikotyledonen. Man kennt nur 40 Arten, die zum I.cemt Teil in den wärmern Gegenden der nördl. gemäßigten Zone sowie in Südafrika vorkommen. Es sind meist Sträucher, seltener Bäume oder krautartige Gewächse, mit kleinen schuppenartigen den Zweigen angedrückten Blättern und weißen oder rötlich gefärbten entweder in dichten Trauben oder auch einzeln stehenden Blüten. Dieselben sind zwitterig und regelmäßig gebaut, sie besitzen fünf Kelchblätter, ebenso viel Blumenblätter, fünf oder mehr Staubgefäße und einen einfächerigen Fruchtknoten mit mehrern Griffeln. Die Frucht ist eine mit mehrern Klappen aufspringende Kapsel. Mehrere Arten aus dieser Familie werden ihrer schönen Blüten und ihres eigentümlichen Habitus halber als Zierpflanzen kultiviert.