Tampon frz.), Stöpsel, Pfropf; Charpiebausch zum Hemmen von Blutungen u. s. w. amponade (frz.), in der Chirurgie die Ausfüllung oder Ausstopfung gewisser Höhlen und Ka-⸗ näle Mase, Luftröhre, Mastdarm, Scheide) vermittelst Ballen (Tampons) von Charpie oder Watte, dient zur Stillung hartnäckiger Blutungen. am-schui, Hafenplatz auf der chines. Insel Formosa, wurde gleichzeitig mit Ke-lung (. d.) es 1. Okt. 1884 durch vier franz. Kriegsschiffe unter ion Kontreadmiral Lespes blockiert und 2. und 3. Okt. che beschossen, wodurch schon am 2. die chines. Batteus rien zum Schweigen gebracht wurden. Am 5. Okt. eintrafen von Kelung her noch zwei franz. Schiffe mit in⸗ Landungstruppen ein, welche 8. Okt. an Land ar gingen, aber bald von chines. Truppen angegriffen ich und mit starkem Verlust (darunter ein Revolverich geschütz) auf die Schiffe zurückgetrieben wurden. ste Am 23. Okt. verfügte Vizeadmiral Courbet die oß Blockade der Insel Formosa. st. Tamsel, Dorf bei Küstrin (s. d.). it Tamsweg, Markt im österr. Herzogtum Salz8⸗ burg, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines m. Bezirksgerichts, zählt (1880) 996 E., die sich neben »n den städtischen Gewerben mit Feldwirtschaft und t, Viehzucht befassen, auch in den Eisenindustriewerken desder Umgebung Arbeit finden. T. ist der schönste ch Marktflecken des alten Lungaues und liegt in einer i-an landschaftlichen Reizen sehr reichen Umgebung e-an der Mur und an der von den Römern angelegnten Tauernstraße. Auf der Höhe jenseit der Mur - steht die St. Leonhardskirche, 1428 von Peter ⸗Harberger aus Tuffstein erbaut, der im sog. Murwinkel gebrochen wird, mit schönen Glasmalereien. n die Malaien, Javaner, Chinesen und andere südost⸗ . asiat. Völker ein Musikinstrument, bestehend aus „einer flachen tellerörmigen Scheibe mit einem fast senkrecht umgebogenen Rande, das, mit einem Klöppel geschlagen, einen lauten, dröhnenden Klang gibt; in Landhäusern, Hotels u. s. w. bedient man sich desselben vielfach zum Zusammenrufen. Tamulen, im Indischen Tamul oder Tamil, ö Name eines Volks, das si tief im Süden der Vorderindischen Halbinsel von der östl. bis zur westl. Küste erstreckt. Der Zweig, der an der westl. Küste wohnt, wird speziell der malabarische, der an der östl. Küste Koromandel seßhafte vorzugsweise der tamulische genannt. Die T. gehören zu dem dravidischen oder dekanischen Stamme der Bewohner Indiens, welche als die eigentlichen Urbewohner Indiens zu betrachten sind, ehe die Einwanderung der arischen Stämme aus dem Nordwesten in das Land Indien stattfand und diese dasselbe allmählich ihrer Sprache, Kultur, Religion und Sitte unterwarfen. Nur in dem Süden Indiens erhielten sich die Ureinwohner in ziemlicher Reinheit, nahmen aber von den nördl. Ariern deren höhere Bildung an und gründeten eine Menge kleiner selbständiger Reiche, die trotz aller polit. Stürme sich zum Teil bis auf die Gegen—⸗ wart erhalten haben. Das Volk der T. ist unter allen dekanischen dasjenige, welches sich die überlieferte nordind. Bildung am gründlichsten angeeignet und weiter gebildet hat. Die Tamulische Sprache, deren Bau grammatisch sehr einfach ist, zerfällt in eine höhere, in den Werken der Poesie angewendete (Sen-tamil), und in eine niedere, die Sprache des Lebens umfassende (Kodun-tamih. Die vorzüglichste, ziemlich alte einheimische Grammatik ist Nau-nul (d. h. die gute Regel), gedruckt mit Kommentar zu Madras 1830. Die beste Grammatik über die höhere Sprache und zugleich über die Metrik ist die von Beschi (Madras 1822); die gewöhnliche Sprache bearbeiteten ebenfalls Beschi (Pondichery 1843) und Rhenius (Madras 1836; 2. Aufl. 1846). Von Wörterbüchern sind die von Rottler (4 Bde., Madras 1834-41) und Winslow (Madras 186²) hauptsächlich zu nennen. Ein lat.⸗tamulisches Wörterbuch erschien in Pondichery 1816. Die Sprichwörter sammelte Percival ba und tamul.,“ Jafra 1843). Das tamulische Alphabet ist unter e allen indischen das einfachste. Die Litteratur der T., die in ihren ältesten erhaltenen Denkmälern bis ungefähr in das J. 1000 unserer Zeitrechnung hinaufreicht, umfaßt beinahe alle Zweige des nordind. Wissens. Am interessantesten darunter sind die gnomischen Dichtungen, unter denen die Sprüche (Kural) des Tiruvalluver durch sinnreiche Kürze vor allen hervorragen (Tert mit Kommentar, Madr. 1830 u. öfter; vollständige Textausgabe mit lat. Übersetzung von Graul, Lpz. 1865; deutsche Übersetzung von demselben, Lpz. 1855). Eine vollständige Sammlung der litterarischen Denkmäler der T. besitzt die evang.⸗luth. Missionsgesellschaft in Leipzig, deren Schätze Graul zu bearbeiten anefangen hat (Bibliotheca Tamulicas, Bd. 1—4, pz. 1854—65). Derselbe giht auch die genaueste Schilderung des Landes und Volks der T. in seiner Hieise nach Ostindieno (5 Bde., Lpz. 1854 —56). Die Beziehungen des Tamulischen zu andern Sprachstämmen jenseit der Grenzen Indiens sind noch nicht sicher ermittelt und eine vermutete Verwandtschaft mit den tatar.⸗finn. Sprachen noch nicht nachgewiesen.