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ErdkundeBrockhaus 1882

Simonoseki, See⸗ und Handelsstadt an der Südwestspitze der japan. Insel Nipon, an der diese Insel von Kiou-siou trennenden, schmalen und kurzen Straße van der Capellen, unter 34 7, nördl. Br. und 120˙ 54 östl. L. (von Greenwich), der Stadt Kokura gegenüber. S., vor der neuen Einteilung des japan. Reichs zu der Landschaft Nagato und dem Fürsten (Daimio) hiervon gehörend, bildet jetzt das Vamagonschi genannte Arrondissement. Noch bevor die neue Ordnung der Dinge in allen Verhältnissen des japan. Reichs eingetreten, waren franz., holländ. und nordamerik. Schiffe auf Befehl des Daimio von Nagato von den Batterien zu S. beschossen worden. Namentlich hatte die holländ. Fregatte Medusa einen förmlichen Kampf zu bestehen und verlor mehrere Tote. Infolge hiervon bombardierte ein vereinigtes Geschwader aus engl., holländ., franz. und nordamerik. Kriegsschiffen unter Oberbefehl des engl. Admirals Kuper im Sept. 1864 S., die Batterien wurden vernichtet, eine Landung geschah und eine Kriegsentschüdigung von mehrern Millionen Thalern wurde von S. erzwungen. Seitdem hat sich S. noch nicht wieder zu seiner frühern Blüte erheben können; es zählt (1877) 19532 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 833Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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