Tätra geschieden; beide Zweige sind durch den kahlen Bergrücken „Hochwald» miteinander verbunden. Die Hohe T. bildet in westöstl. HauptoKrichtung ein mehrfach gebrochenes Rückengebirge, dessen westl. Teil die Liptauisch-Galizischen Alpen Guweilen der nördlichere Teil auch die Galizische T. genannt wird. Der östl. Teil ist die eigentliche Hohe T., die ostwärts mit dem Kopapaß endigt. Der Hauptstock der Centralkarpaten besteht aus Gneisgranit, der auch die höchsten Spitzen bildet und in eigentümlichen Schichtungen von Osten nach Westen streicht. Daneben trikt auch Gneis in ymassigen Schichten an den Wänden des Gebirges gauf. In denselben findet man an der Oberseite roten Sandstein und Liaskalk eingekeilt. Der Urgebirgsstock ist dann von kolossalen Kalkgebirgsterrassen umsäumt, denen sich dann die weitern Ablagerungen der eocänen Formation, sowie die Lagerungen der geologischen Vorzeit anschließen. Spuren von Gletschern zeigen sich an den Thalrändern der T., doch ist jetzt in der T. trotz ihrer Höhe über die Schneegrenze keine Gletscherbildung vorhanden. In den abgelagerten Schluchten und Gründen trifft man allerdings Firnschnee. Die Hohe T. ist unbewohnt; es liegen hier nur die Kurorte Alt- und Neu-Schmeks, ferner eine Sommerfrisch- und Badeanstalt am Csorbersee. Die Niedere T. liegt südl. von der Hohen T.; es ist ein breiter massiger Gebirgszug zwischen der obern Waag und Gran. Die Länge des Gebirges von Osten nach Westen beträgt 75, die Breite 25—30 km. Der Gebirgszug ist größtenteils bewaldet und selbst in seinen höchsten Kuppen noch mit Gras bedeckt. (S. unter Karpaten.) Vgl. Kolbenheyer, Die Hohe Tätra (6. Aufl., Teschen 1884).